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Dipl.-Päd. Helmut Scheimann

ZUM HINTERGRUND VON DROGENTODESFÄLLEN
Willkommen auf meiner Homepage,

seit Jahren analysiere ich Publikationen der Kriminalämter und habe die Studie Falsche Angaben zu Drogentodesfällen (2011) verfasst. Darin weise ich nach, dass über Drogentodesfälle falsch berichtet wird, so dass diese unauffällig erscheinen. Wesentliche Ergebnisse:

Drogentodesfälle wurden in Deutschland seit Mitte der 1980er Jahre überwiegend durch Kriminalisierung und Strafverfolgung und nur zu einem geringen Anteil ausschließlich durch Drogen- konsum verursacht. In der Kurz- und der Minimalfassung der genannten Studie werden jeweils drei mögliche Nachweisver- fahren skizziert (siehe Studie und andere Beiträge).

Dass entgegen anderslautender Darstellungen des Bundes- kriminalamtes fast nur polizeibekannte Drogenkonsumierende sterben, wird in Kapitel 4.6 der fraglichen Studie anhand von Daten aus Bayern belegt (Zusammenfassung in den News vom 10.10.2012).

Das unveröffentlichte Manuskript der Studie sandte ich im Februar 2011 an die damalige Bundesdrogenbeauftragte, Mechthild Dyck- mans. Als Antwort wurde ohne weitere Begründung mitgeteilt, dass man die von mir vorgenommene „Kausalitätszuschreibung für das Auftreten von Drogentodesfällen . . . nicht teilen” könne.

Ab April 2011 schickte ich die Studie an Mitglieder mehrerer Bundestagsausschüsse, an das Bundesinnenministerium, Amnesty International etc. Zwar gab es einige Rückmeldungen, jedoch ging niemand auf die Argumentation der Studie inhaltlich ein (siehe News vom 04.09.2011, 11.09.2011, 17.10.2011 und 20.02.2012).

Im Juli 2011 richtete ich diese Website ein, um die Studie hier zu publizieren (siehe Studie und andere Beiträge).

In der Folgezeit stellte ich via www.abgeordnetenwatch.de mehrere öffentliche Anfragen an die drogenpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Bundestagsfraktionen und an die Bundesdrogenbe- auftragte. Es wurde nicht oder nur ausweichend geantwortet (siehe div. News von 2011 und 2012).

Zudem schickte ich die Studie und andere Beiträge an Sucht- forscher, Drogenexperten und -aktivisten, an mehrere Menschen- rechtsorganisationen, die Presse usw. Immerhin führte dies zu einer Einladung, meine Untersuchungsergebnisse für das wissen- schaftliche Journal Akzeptanzorientierte Drogenarbeit zusammenzu- fassen.

Im Dezember 2012 publizierte das genannte Journal die Arbeit Forcierte Strafverfolgunggegen DrogenkonsumentInnen von 1985 bis 1991 und aktuelle Relevanz.

Inhalt: Mittels statistischer Daten wird auf dreifache Weise nachgewiesen, dass eine forcierte Strafverfolgung der Drogen- delinquenz – als Reaktion auf die in den 1980er Jahren sich ausbreitenden HIV-Infektionen – einen dramatischen Anstieg der Drogentodeszahlen verursacht hat. Infolge dessen sterben in Deutschland noch heute regelmäßig Menschen in großer Zahl.

Die Akzeptanzorientierte Drogenarbeit veröffentlichte im Dezember 2013 auch den Artikel: Falsche Daten und falsche Annahmen zu Drogentodesfällen in Deutschland. Es handelt sich um eine Replik zur Studie „Drogennot- und -todesfälle” von Heckmann et al. (1993).

Inhalt: Im Rahmen ihrer Berichterstattung zur Drogenkriminalität und Drogenmortalität wenden Kriminalämter verschiedene Verfah- ren an, mit denen die tödliche Wirkung der Drogenprohibition verschleiert wird. Heckmann et al. übernehmen die falschen Daten und Darstellungen, ohne sie kritisch zu hinterfragen, und verleihen ihnen somit fälschlicherweise das Gütesiegel: wissenschaftlich geprüft (siehe News vom 26.01.2015).

Die wissenschaftliche Fachzeitschrift Suchtmedizin (Organ der Österreichischen Gesellschaft für arzneimittelgestützte Behandlung von Suchtkrankheit) veröffentlichte im April 2016 meine Untersu- chung Hohe Drogenmortalität infolge historischer Weichen- stellungen in der Drogenpolitik? (siehe News vom 29.04.2016).

Die Analyseergebnisse lassen auf einen nach wie vor wirksamen Kausalzusammenhang zwischen Strafverfolgungsdruck und erhöhter Drogenmortalität schließen.

Vor diesem Hintergrund kann es nicht verfassungsgemäß sein, die Drogenprohibition aufrechtzuerhalten.

Eine kurze und (hoffentlich) allgemein verständliche Einführung in die behandelte Thematik vermittelt der Beitrag Paradoxe Annah- men zur Drogenszene in den 1980er Jahren (2015).

Eine umgehende und unvoreingenommene Auseinandersetzung mit den hier geschilderten Verhältnissen liegt vor allem im Interesse der Drogenkonsumierenden und deren Angehörigen.

Die weltweite Bewegung unter dem Motto „Stop the Drug War!” begründet ihre Forderungen u. a. damit, dass der Krieg gegen die Drogenkartelle und die Bandenkriege der kriminellen Organisa- tionen untereinander vor allem in den Anbau- und Transitländern wie Guatemala, Mexiko und Kolumbien Tausende Menschenleben fordern.

Die von mir vorgelegten Untersuchungen fügen ein wesentliches Argument hinzu: Der „Krieg gegen Drogen” kostet ebenfalls in Deutschland – wie voraussichtlich auch in anderen Ländern, in denen Drogen konsumiert werden – Tausende Menschen das Leben.

Die genannte Studie beinhaltet, wie bereits erwähnt, eine Kurz- und eine Minimalfassung, die den Lese-Einstieg erleichtern und die auch separat veröffentlicht sind. Zudem sind auf der Seite Studie und andere Beiträge ein Thesenpapier (2011) und weitere Beiträge zu finden, deren Inhalte im Folgenden skizziert werden sollen:

Thematisiert die damals aktuelle Bedeutung der Drogenprohibition für die Drogenmortalität und die Ursache der rückläufigen Sterberate seit dem Jahr 2000.

Behandelt einige Reaktionen in der Suchtforschung auf den Anstieg der Drogentodeszahlen von 1985 bis 1991.

Jeweils Vorläufer der ersten in der Akzeptanzorientierten Drogen- arbeit publizierten Untersuchung (siehe oben).

Replik zur Studie „Drogennot- und -todesfälle” von Heckmann et al. (1993). Basis des zweiten in der Akzeptanzorientierten Drogen- arbeit publizierten Beitrags (siehe oben). Es steht auch eine Kurzfassung zur Verfügung.

Auszug eines Schreibens an die Nomos Verlagsgesellschaft, die die Studie „Drogennot- und -todesfälle” von Heckmann et al. (1993) publiziert hat. Hier werden Fragen zur unabhängigen Begutachtung wissenschaftlicher Arbeiten, zur Perspektive der Betroffenen und zum Stellenwert der Wahrheit in den Wissenschaften aufgeworfen.

Vielen Dank für Ihr Interesse
Helmut Scheimann



























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Helmut Scheimann


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